…mit Schwer­kraft. News von Down Under: Das aus­tra­li­sche Berg­bau­un­ter­neh­men For­tescue und For­tescue Future Indus­tries, wel­ches das bri­ti­sche Unter­neh­men Wil­liams Advan­ced Engi­nee­ring (WAE) übernommen hat, haben das Kon­zept des welt­weit ers­ten emis­si­ons­frei­en Infi­ni­ty-Zug ent­wi­ckelt: ein bat­te­rie­elek­tri­sches Fahr­zeug, das Eisen­erz trans­por­tiert, ohne jemals auf­ge­la­den wer­den zu müssen. Das Kon­zept soll in naher Zukunft umge­setzt werden.

Hintergrund: Diesel und Emissionen aus dem Güterverkehr eliminieren

Das aus­tra­li­sche Unter­neh­men möchte auf erneu­er­ba­re Ener­gien und Res­sour­cen umstel­len und den Die­sel und die Emis­sio­nen aus dem Bahn­be­trieb eli­mi­nie­ren, sodass die Dekar­bo­ni­sie­rung des Berg­baus vor­an­ge­trie­ben wird.

For­tescue hat aktu­ell 54 Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven im Ein­satz, wel­che im Jahr 2021 für etwa 82 Mil­lio­nen Liter Die­sel­ver­brauch ver­ant­wort­lich waren. Ziel ist es, bis 2030, im Rah­men der Net­to-Null-Emis­sio­nen nach Scope 1 und Scope 2, vollständig die­sel­frei zu sein.

Doch das aut­ar­ke Sys­tem soll neben der Eli­mi­nie­rung von Die­sel und den damit ver­bun­de­nen CO2-Emis­sio­nen auch die Betriebs­ef­fi­zi­enz erhöhen und die War­tungs­kos­ten senken.

Infinity Train: Aufladen über Bremsenergie

Da der Zug berg­ab fährt, gibt es aus­rei­chend Schwung und somit Bremsmöglichkeiten, um die Ener­gie in der Bat­te­rie zu rege­ne­rie­ren. Damit die schwe­ren Eisen­erz-Wag­gons sicher trans­por­tiert wer­den, müssen sie sowie­so hin und wie­der abge­bremst wer­den. Der Infi­ni­ty-Zug wird also elek­trisch ange­trie­ben und kann Eisen­erz trans­por­tie­ren, ohne dass er von exter­nen Ener­gie­quel­len gela­den wer­den muss.

Fährt der Infi­ni­ty-Zug mit der aus der Tal­fahrt gewon­ne­nen Ener­gie anschlie­ßend berg­auf, wird er ent­la­den und ist durch das abge­la­de­ne Eisen­erz zusätz­lich noch leich­ter, was dem Ener­gie­ver­brauch eben­falls zu Gute kommt.

Fazit: Das Rennen um die Dekarbonisierung aller Industrien hat begonnen

Doch die Schwer­indus­trie hinkt hin­ter­her. Dabei ist die­se laut des Welt­wirt­schafts­fo­rums (WEF) für fast ein Drit­tel aller CO2-Emis­sio­nen welt­weit ver­ant­wort­lich. Es ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, die Schwer­indus­trie und den Schwer­last­ver­kehr zu dekar­bo­ni­sie­ren, doch für die bevor­ste­hen­den Klimaneutralitätsziele für das Jahr 2050 unab­ding­bar. Kos­ten, Unsi­cher­hei­ten und, dass derzeitige

Roh­stof­fe nicht ein­fach ersetzt wer­den können, da fos­si­le Brenn­stof­fe eine höhere Ener­gie­dich­te auf­wei­sen, sind hier stell­ver­tre­tend für vie­le wei­te­re Gründe genannt.

Was­ser­stoff und die Elek­tri­fi­zie­rung stel­len aktu­ell einen gro­ßen Teil des Inno­va­ti­ons­be­reichs dar. Der Infi­ni­ty-Train ist daher ein klei­ner, aber sehr wich­ti­ger Schritt in die rich­ti­ge Richtung!

Ansprechpartner

Patri­ce Ötvös
Geschäfts­füh­ren­der Gesellschafter
Tel: 040 – 32 50 71 – 25 mail@costconsult.de

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