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Februar 2017:

KWKG 2017: Nachforderungen vermeiden und Fristen einhalten 

Hamburg – Die Novellierung des „Gesetzes zur Änderung der Bestimmungen zur Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung und Eigenversorgung" ist zu Beginn des Jahres 2017 in Kraft getreten. Das neue Gesetz weist massive Änderungen auf, die zum Teil auch rückwirkend gelten.

Haben auch Sie bisher von einer reduzierten KWK-Umlage profitiert? Dann kann es sein, dass hier Rückforderungen auf Sie zukommen.

Um dies zu verhindern, müssen Sie bis zum 31.03.2017 die rechtlichen Vorgaben erfüllen. Das heißt, Sie müssen umgehend aktiv werden! Die Letztverbrauchergruppen B und C, die nach KWKG 2016 in den Genuss der KWK-Umlagen-Reduzierung kamen, werden zusammengefasst. Von der Reduzierung der KWK-Umlage sind nur noch nachfolgende Unternehmen betroffen:

Energieintensive Unternehmen mit BAFA-Bescheid zur Befreiung nach Besonderer Ausgleichsregelung (BesAR) erhalten ab 1 GWh Jahresstromverbrauch eine Reduktion der KWK-Umlage

Einige wenige weitere Unternehmen aus Anlage 4 zum EEG (mit mehr als 1 GWh Eigenverbrauch), die bereits vergünstigten Strom erhalten, müssen nur einen verringerten Satz bei der KWK-Umlage bezahlen.

Alle anderen Unternehmen zahlen künftig grundsätzlich – vorbehaltlich einiger Übergangsregelungen – den vollen KWK-Umlagensatz. Die o.g. Anpassungen erfolgen rückwirkend zum 01.01.2016. Damit müssten die Unternehmen, die nach der neuen Regelung nicht mehr in den Genuss von Reduzierungen kommen, die in der Vergangenheit gewährten Reduzierungen bei der KWK-Umlage wieder zurückzahlen. Doch nach dem verabschie­deten Gesetz trifft diese Nachzahlungspflicht nur wenige Letztverbraucher.

Wie können Sie hohe Rückforderungen vermeiden?

Wenn Sie die zum Teil komplexen Ausnahmetatbestände nutzen, können Sie die rückwirkenden Rückzahlungen vermeiden.
In Kürze lässt sich zusammenfassen:

Zurückzahlen müssen Unternehmen der Verbrauchergruppe C, die im Jahr 2016 die Reduzierung der KWK-Umlage hätten geltend machen können, wenn sie im Jahr 2016 nicht eine BesAR geltend machen konnten und in den Jahren 2014 bis 2016 mehr als insgesamt 160.000 € an KWK-Umlage eingespart wurde.

Weitere Unternehmen, welche die o.g. Voraussetzungen nicht erfüllen, zahlen nichts nach, so lange sie den Meldepflichten aus dem KWKG 2016 nachkommen. Das heißt sie müssen bis zum 31.03.2017 die aus dem „Netz bezogenen und selbst verbrauchten Mengen“ an den Netzbetreiber melden.

Beispiel
Die Fa. Mustermann AG (Verbrauchergruppe C) hatte einen Jahresverbrauch von 20 GWh. Für die Mengen über 1 GWh, also 19 GWh im Jahr 2016 wurden maximal 0,030 ct/kWh bezahlt. Damit ergab sich eine gezahlte KWK-Umlage von rund 10.000 € im Jahr 2016.

Unternimmt der Betrieb nichts, d.h. er kommt seiner Meldepflicht nicht nach, wird für das Jahr 2017 und 2018 die volle KWK-Umlage fällig. Damit entfällt die Möglichkeit zur Nutzung von Übergangsfristen. Für das Jahr 2017 und 2018 ergeben sich vermeidbare Mehrbelastungen aus der KWK-Umlage von rund 130.000 €. Hinzu kommt ggf. noch die Rückforderung für das Jahr 2016.

Wichtig: Um die Übergangsregelung nutzen zu kön­nen, ist es notwendig, dass im Folgejahr (bis spätestens 31.03. ) jeweils die „aus dem Netz bezogene und selbstver­brauchte Strommenge“ gemeldet wird.

Sie sehen, die Regelungen des KWKG 2017 sind komplex und es sind zwingend Fristen einzuhalten, sonst kann es schnell teuer werden. Im Gegensatz zur früheren formlosen Lösung sind nun bei der Meldung exakte Vorgaben zu beachten: So sind zum Beispiel geeichte Zähler zur Ermittlung des Eigenverbrauchs (rückwirkend!) bindend.

Wir helfen Ihnen!

Künftig hat das Unternehmen dem Netzbetreiber bei allen Vergünstigungen bezüglich der KWKG-Umlage, die aus dem Netz bezogene und selbstverbrauchten Strommenge zu melden. Wir suchen nach Lösungen, diese Energiemengen gesetzeskonform nachzuweisen.

Wir erstellen für Sie die kompletten Anträge für die Mitteilung nach § 26 Abs. 2 Satz 3 KWKG. Sie müssen sich nicht mit der Materie auseinandersetzen. Das spart Ihnen Zeit und Sie profitieren direkt durch die Einsparungen.

Unser Angebot an Sie: Wenn Sie uns die aus dem Netz bezogene und selbstgenutzte Strommenge mitteilen, bieten wir Ihnen diese Dienstleistung zu einem günstigen Preis an. Damit kommen Sie Ihrer Meldepflicht nach und sparen einige 10.000 €.

Sprechen Sie uns einfach an.